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Physik Experimente zusammen mit Kindern – Wissenschaft lebendig erleben

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Physik macht Spaß! Mit Experimenten im Alltag können Kinder ihre Welt erfahren und begreifen. Dazu braucht es gar nicht viel Material – die meisten Dinge, die für Experimente in Physik gebraucht werden, hat jeder Haushalt zu Hause. Wir stellen hier 5 einfache Physik-Experimente für Kinder und Eltern vor.

Folgende Experimente werden wir genau erklären, wie der Versuchsaufbau ist, wie das Experiment abläuft und erklären welches Phänomen wir jeweils beobachten können.

  • Gewinne Strom aus Zitronensaft
  • Pfeffer zum Hüpfen bringen
  • Sonne einfangen und Energie spüren
  • So baust du einen Elektromagneten
  • Strom aus Kartoffeln gewinnen

Vorbereitung

Für jedes Experiment lies genau die Anleitung durch und richte noch bevor du anfängst alle Materialien her. Am besten werden die Experimente zusammen mit einem Erwachsenen durchgeführt – so passieren weniger Fehler und wenn etwas unklar ist, ist gleich Hilfe zur Stelle. Viel Spaß!

Gewinne Strom aus Zitronensaft

Für dieses Experiment brauchst du eine saftige Zitrone, eine Unterlegscheibe aus Zink (die findest du vielleicht im Werkzeugkasten oder in der Schraubenabteilung im Baumarkt), eine 2-Cent-Münze, 2 Stück dünnes Kupferkabel, 2 Büroklammern, ein Messer und eine Schere und Kopfhörer.

So geht’s:

Schneide 2 Schlitze in die Zitrone, die etwa 2 Zentimeter entfernt sind. In einen Schlitz steckst du die Münze, in den anderen die Unterlegscheibe. Von dem Kabel entferne ca. 2 Zentimeter der Isolierung und wickle ein Ende des Drahtes um eine Büroklammer, das Ende des zweiten Drahtes um die zweite Büroklammer. Nun führst du den Stromkreis zusammen: Eine Büroklammer steckst du auf die Münze, die andere auf die Unterlegscheibe. Nun wickle die beiden Enden der Drähte wickelst du um den Stecker der Kopfhörer. Damit ist der Stromkreis fertig. Wenn du die Kopfhörer aufsetzt dann hörst du, wie der Strom fließt. Es knistert laut.

Was steckt dahinter?

Es ist ganz einfach: Alle Materialien zusammen bilden eine Batterie. Die beiden unterschiedlichen Metalle der Münze und der Unterlegscheibe haben einen Plus- und Minuspol. Weil der Saft der Zitrone die Metalle angreift, beginnt eine chemische Reaktion – und das ist auch das Geräusch, das im Kopfhörer zu hören ist.

Pfeffer zum Hüpfen bringen

Um Pfeffer in Bewegung zu versetzen, brauchst du Stoff aus Wolle, Salz, Pfeffer, einen Teller und einen Luftballon.

So geht’s:

Verteile grobkörniges Salz auf dem Teller. Anschließend gib Pfeffer dazu. Dann wird der Luftballon aufgepustet und verknotet. Reibe jetzt den Stoff kräftig am Luftballon, damit dieser sich statisch auflädt. Wenn du jetzt den Ballon über den Teller bewegst, dann wird der Pfeffer vom Ballon angezogen und hüpft nach oben. Wenn der Ballon niedrig genug gehalten wird, springen auch die Salzkörner.

Was steckt dahinter?

Die Reibung lädt den Ballon elektrisch auf. Weil Pfeffer leichter als Salz ist, hüpf er auch bei größerem Abstand.

Sonne einfangen und Energie spüren

Um Sonne einzufangen brauchst du ein Blatt in Größe A4, Alufolie, eine Schere, Klebstoff und Klebeband.

So geht’s:

Auf das Papier zeichnest du einen großen Kreis mit einem Durchmesser von ca. 20 Zentimeter. In diese Mitte zeichnest du einen kleinen Kreis. Das gelingt am besten mit einem Zirkel. Achte darauf, dass der kleine Kreis so groß ist, dass du deinen Finger durchstecken kannst. Jetzt zeichnest du eine Linie, die vom Rand des großen Kreises zum kleinen Kreis führt. Schneide den großen Kreis auf und klebe ihn auf ein Stück Alufolie. Danach schneidest du auch die Alufolie in die Kreisform. Dann schneidest du auch die Linie bis zum kleinen Kreis ein und schneidest diesen aus. Den Sonnenfänger rollst du nun mit der Alufolie nach innen ein und fixierst ihn mit einem Klebeband. Achte darauf, dass du deinen Finger noch immer durch den kleinen Kreis stecken kannst. Jetzt stecke deinen Finger in das Loch und beobachte, was du an deinem Finger spürst. Wird es warm oder kalt?

Was steckt dahinter?

Die Alufolie reflektiert die Sonnenstrahlen und bündelt damit die Wärme der Sonne. Durch die Form wird die Wärme verstärkt und auf deinen Finger geleitet.

So baust du einen Elektromagneten

Für dieses Experiment such wieder nach den passenden Utensilien im Werkzeugkasten. Du braucht eine Büroklammer, eine D Mono-Batterie 1,5 Volt, einen Eisennagel, 50cm Kupferdraht und eine Schere.

So geht’s:

Zuerst umwickelst du den Nagel mit Kupferdraht – von einem Ende zum anderen. An jedem Ende lass unbedingt ein bisschen Kupferdraht überstehen. Achte beim Umwickeln darauf, dass der Draht nicht überlappt. An jeden Drahtenden entferne jetzt die Isolierung, sodass die Drähte frei liegen. Eventuell können hier die Erwachsenen helfen, damit es zu keinen Verletzungen kommt. Die beiden Enden befestigst du jeweils an einem Pol der Batterie. Jetzt heißt es aufpassen, weil sich der Draht erhitzen kann! Wenn du jetzt den Nagel in die Nähe der Büroklammer bringst, wird der Nagel diese anziehen.

Aber was passiert mit anderen Materialien, die nicht aus Metall sind? Probiere es aus!

Was steckt dahinter?

Stromfluss kann zur Erzeugung von Magnetismus genutzt werden. Bei diesem Magneten kann der elektrische Strom durch Unterbrechung ausgeschalten werden. Beim Dauermagneten geht das nicht.

Strom aus Kartoffeln gewinnen

Ein Experiment, das wohl jeder in der Grundschule macht: Strom aus Kartoffeln gewinnen. Es geht aber auch zu Hause. Du brauchst dazu einen umgeschichteten Kupferdraht (etwa 1 Meter), LED-Lampe (2 mA), 5 Unterlegscheiben, 8 Büroklammern, 5-Cent-Mützen, 5 rohe Kartoffeln und ein Messer.

So geht’s:

Schneide mit dem Messer vorsichtig zwei Schlitze in die Kartoffel. In einen Schlitz kommt eine Münze, in den anderen eine Unterlegscheibe. Das wird mit allen Kartoffeln wiederholt. Jetzt verbindest du zwei Büroklammern mit dem Kupferdraht (etwa 15 cm genügen). Am besten wickelst du den Draht um die Büroklammern, so hält es am besten. Das machst du jetzt mit allen Büroklammern. Nun verbindest du alle Kartoffeln mit den Kupferdrähten. Dabei ist es wichtig, dass du über den Kupferdraht und die Büroklammer immer eine Unterlegscheibe mit einer Kupfermünze verbindest. Nimm dann den Kupferdraht und befestige ihn an der ersten und letzten Kartoffel, verbinde dann die LED-Lampe mit Draht und befestige das kurze Ende der LED an der Kupfermünze, das lange Ende an der Unterlegscheibe. Wenn du alles richtig gemacht hast, leuchtet jetzt die Lampe auf!

Was steckt dahinter?

Das Prinzip ist ganz einfach: Du hast eine Batterie gebaut. Die unterschiedlichen Metalle sind die Plus- und Minuspole. Der Saft der Kartoffel löst einen chemischen Prozess aus und es beginnt Strom zu fließen!

Alternative: Experimentierkasten für Kinder und Erwachsene

Wenn dir das jetzt alles zu viel war, dein Kind aber unbedingt Physik-Experimente durchführen möchte, dann ist ein Experimentierkasten eine gute Alternative. Die Vorteile liegen auf der Hand: Bebilderte Anleitungen, einfache kindgerechte Erklärungen und das Beste: Das komplette Material ist bereits enthalten. Keine Unterlegscheiben, Drähte oder sonstiges Zubehör mehr kaufen, sondern gleich loslegen! Physik-Experimentierkasten gibt es für Kinder ab 4 Jahren. Bitte achte beim Kauf unbedingt auf die Altersangabe, damit dein Kind nicht die Freude am Forschen verliert.

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